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Old Master Paintings – Part 2

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463 JAN FYT, 1611

463 JAN FYT, 1611 ANTWERPEN 1661 EBENDA, ZUG. JAGDSTILLLEBEN MIT COCKER SPANIEL UND ERLEGTEM WILD Öl auf Leinwand. 41 x 56 cm. In dekorativem vergoldetem Rahmen. Vom unteren Rand des Gemäldes ragt der Kopf eines Cocker Spaniel mit braunem Fell und weißer Schnauze nach oben; er beschnuppert und schaut aufmerksam auf erlegte Vögel, die nach rechts wohl auf einem Baumstumpf liegen. Die Tiergruppe in abendlicher weiter Landschaft, von der links hinten von der untergegangenen Sonne noch schwach erleuchtete Wolken zu sehen sind. Rechts hinten wohl in einem Korb ein Gerät mit Tragebügel, möglicherweise ein Jagdbeutekasten. Komposition, bei der die Tiere durch teils weiße Farbgebung besonders hervorgehoben werden. Teils Rahmenschäden. (1320619) (1) (18) € 6.000 - € 8.000 Sistrix INFO | BID 124 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.

464 FRANS FRANCKEN D. J., 1581 ANTWERPEN 1642 EBENDA, UND WERKSTATT DAS FESTMAHL DES BELSAZAR Öl auf Holz. 42 x 59 cm. Die Darstellung illustriert die altbiblische Szene aus dem Buch Daniel (Dan 5,30-31). Danach hat der babylonische König Belsazar die aus dem Jerusalemer Tempel geraubten goldenen Gefäße für ein großes Festmahl herbeibringen lassen und dabei den jüdischen Gott gelästert. Da erschien an der Wand eine geisterhafte Hand und schrieb: „Mene tekel u pharsin“ (Deine Tage sind gezählt und dein Recht wird den Persern übergeben). Das Thema wurde in der Kunst vielfach behandelt, so auch von Rembrandt. Hier ist der große Saal annähernd mit den tausend in der Bibel genannten Gästen gefüllt. Die Szene durch seitliche rote Vorhänge bühnenhaft aufgefasst. Theatralisch auch die Beleuchtung, die links den Tisch des Herrschers mit seinen Frauen und seinem Sohn ins Licht setzt, rechts gegenüber der Prophet Daniel, hier ebenfalls zeitgemäß mit Turban, ernsten Blickes, mit einem Stab in der Hand. Eine frühere Deutung sieht den am Tisch sitzenden jungen Mann als Daniel, was insofern nicht stimmig ist, als Daniel sich nicht an den Tempelgefäßen versündigt haben würde. An der dunklen Rückwand des Saales oben die Hand, die hinter einer Wolke erscheint. Der Legende gemäß starb Belsazar noch in selbiger Nacht (siehe auch Heinrich Heines Ballade). A.R. Anmerkung 1: Eine signierte Version wurde bei Koller in Zürich 2011 verauktioniert. Eine weitere Fassung der Werkstatt befindet sich im Museum Les Augustins in Toulouse, weitere im Museum Poitiers und in der Chartreuse Douai. Anmerkung 2: Das Gemälde wurde früher fälschlich als „Esther bei Ahasver“ gedeutet. (1321603) (11) FRANS FRANCKEN THE YOUNGER, 1581 ANTWERP 1642 IBID., AND WORKSHOP THE FEAST OF BELSHAZZAR Oil on panel. 42 x 59 cm. € 20.000 - € 25.000 Sistrix INFO | BID Translate all texts into your preferred language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 125

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