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Old Master Paintings – Part 2

464 FRANCESCO TREVISANI,

464 FRANCESCO TREVISANI, 1656 1746, ZUG. Der in der jenseitigen Adria-Uferstadt Campodistria geborene Maler war Sohn des Architekten Antonio Trevisani, von dem er den ersten Unterricht im Zeichnen erhielt. Die Malerei studierte er bei Antonio Zanchi (1631-1722) in Venedig, wonach er 1678 nach Rom ging. Ein Portraitbildnis des Kardinals Pietro Ottoboni begründete seinen Erfolg, der dazu führte, dass er auch von Kardinal Chigi an Papst Clemens XI empfohlen wurde. In Rom wirkten die Einflüsse des Guido Reni (1575-1642) und Carlo Maratti (1625-1713) auf die Malweise Trevisanis weiterführend ein. Als erfolgreicher Maler erhielt er zahlreiche Aufträge für mehrere Kirchen und Höfe europaweit. Für den Papst arbeitete er unter anderem an der Ausmalung der Kuppel der Kathedrale von Urbino mit. 1712 wurde er Mitglied der Accademia dell' Arcadia. 1719 schuf er eines seiner Hauptwerke, die „Stigmatisation des Heiligen Franz“, ein bedeutendes Spätwerk ist das 1733 entstandene „Wunder des Heiligen Antonius“ in der venezianischen Kirche San Rocco. DIE MADONNA MIT DEM JESUSKNABEN UND MUSIZIERENDEN ENGELN Öl auf Leinwand. 164 x 112,5 cm. In vergoldetem Rahmen. In einem Innenraum mit breiter geschlossener Tür, die am rechten Bildrand zu sehen ist, und einem großen, von der Mitte nach rechts gerafften, herunterhängenden Vorhang, die Jungfrau Maria in einem altrosafarbenen Kleid und blauem Mantel, das gesenkte Haupt mit einem hellen beigen Tuch bedeckt. Vor ihr in einer Holzkrippe auf einem Tuch liegend das schlafende Jesuskind, das seine rechte Hand auf einen Apfel gelegt hat und in seiner linken Hand ein kleines hölzernes Kreuz hält. Maria hebt behutsam ein glänzendes Tuch an, mit dem es bedeckt war, und blickt liebevoll auf ihren Sohn herab, dessen Gesicht halb im Schatten liegt. Links der Krippe, auf einem rot gedeckten Tisch, ein Buch und eine prachtvolle hohe Vase, in der neben Rosen auch weiße Lilien zu sehen sind, beides Mariensymbole. Von der Decke hängt zudem eine Öllampe herab, deren Lichterschein den Raum zu erhellen scheint. Rechts des Jesuknaben zwei kleine Putti, von denen einer ein Notenheft aufgeschlagen hat, während der andere auf einem Instrument spielt. Hinter ihnen ein größerer geflügelter Putto, mit seinen Händen auf einer großen Mandoline spielend. Einfühl same und harmonische Darstellung. Für den italienischen Künstler typisches Motiv und Farbigkeit. Retuschen. (1250193) (18) FRANCESCO TREVISANI, 1656 - 1746, ATTRIBUTED THE VIRGIN AND CHILD WITH ANGELS MAKING MUSIC Oil on canvas. 164 x 112.5 cm. In gilt frame. € 10.000 - € 15.000 Sistrix INFO | BID 88 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6,500 additional images.

465 EMILIANISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS ALLEGORIE DER CARITAS Öl auf Leinwand. Doubliert. 131 x 200 cm. In Goldleiste gerahmt. In stark mit vegetabilem Bewuchs durchzogener Landschaft die Allegorie der Caritas ihre Kinder säugend und großziehend. Eines der Kinder weist mit einer Fahne auf die rechte Bildfläche, auf welcher ein Fluss sichtbar ist, der für den Fluss der Zeit, aber auch für die Quelle des Nahrhaften sinnhaft verstanden werden kann. Rest. Anmerkung: Anbei in Kopie ein Gutachten von Didier Bodart vom 20. Dezember 1995. In seinem Gutachten zieht Bodart zahlreiche Vergleiche, etwa mit dem Urteil des Salomo in Turin und der Heilgen Famlie in Rom von 1723. Er schreibt das Gemälde Agostino Masucci (1691 - 1758), einem Schüler von Carlo Maratta zu. (1240306) (13) EMILIAN SCHOOL, 18TH CENTURY THE ALLEGORY OF CARITAS Oil on canvas. Relined. 131 x 200 cm. Framed with gilt moulding. A copy of the expert‘s report by Didier Bodart dated 20 December 1995 is enclosed. In his report Bodart lists numerous Comparative examples, such as The Judgement of Solomon in Turin and The Holy Family in Rome dated 1723. He suggests Agostino Masucci (1691-1758), a student of Carlo Maratta as the creator of the painting on offer for sale here. € 14.000 - € 18.000 Sistrix INFO | BID Translate all texts into your preferred language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 89

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