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Old Master Paintings – Part 1

476 LUCA GIORDANO, 1

476 LUCA GIORDANO, 1 NEAEL 15 EENDA, UG. DAVID MIT DEM HAUPT DES GOLIATH Öl auf Leinwand. Doubliert. 118 x 102 cm. In profiliertem Goldrahmen. Beigegeben in Kopie ein Dokument von Roberta Lapucci. Das häufig von Giordano dargestellte Thema zeigt noch Anzeichen seines Aufenthaltes am Hofe von Madrid - wie das leuchtende Rot und die Pelzkappe, und wird wohl um 1704, kurz nach seiner Rückkehr nach Neapel entstanden sein. In seinen Gemälden, welche er stets schnell ausführte und daher „Luca fapresto“ genannt wurde, schwingen immer auch Einflüsse der Städte mit, in welchen er gewirkt hatte. So sehen wir immer auch und besonders in seinen letzten Lebensjahren etwas vom Römischen Barock, vom Kolorit Venedigs und auch von der Dunkelheit der spanischen Malerei. Anmerkung: Eine ähnliche Version in einer Privatsammlung in Galatina, Lecce zeigt ebenso eine Dreiviertelfigur des David im Kontrapost und kann ebenfalls auf 1704 datiert werden. Literatur: Vgl.: B. de Dominici, Vita del Cavalier Luca Giordano Pittore Napoletano, Neapel 1729. Vgl.: B. de Dominici, Vite dei PIttori Scultori ed Architetti Napoletani, Neapel 1742 - 1745. Vgl.: F. Bologna, Francesco Solimena, Neapel 1958. Vgl.: P. Tomory, R. Gaston, European paintings before 1800 in Australian and New Zealand Public Collections, Sidney 1992. Vgl.: O. Ferrari, G. Scavizzi, Luca Giordano, L’opera completa, Neapel 1992. (1230672) (2) (13) 475 CARLO FRANCESCO NUVOLONE, 1 MAILAND 11 Carlo Francesco Nuvolone wurde zunächst bei seinem Vater Panfilo Nuvolone ausgebildet und studierte später unter Giovanni Battista Crespi an der Accademia Ambrosiana in Mailand. DIE HEILIGE MARIA MAGDALENA (AGATHA?) Öl auf Leinwand. Doubliert. 81,5 x 65,5 cm. Zuweisung des Gemäldes an den Künstler durch Prof. Filippo Maria Ferro. Die Betitelung des Gemäldes erfolgt allein aus der betont freizügig dargestellten Weiblichkeit und dem luxuriösen Schmuck, trotz fehlender weiterer Attribute, wie etwa Salbgefäß oder Schädel. Die junge Frau ist im Halbbildnis wiedergegeben, der Oberkörper aufgeregt nach links geneigt, der Blick nach rechts oben gerichtet, stilverwandt mit Werken des Guido Reni. Die Übernahme solcher Stil- und Ausdrucksmerkmale hat dem Maler auch den Scherznamen „il Guido della Lom bardia“ (der Guido der Lombardei) eingebracht. Er war Sohn des Malers Panfilo Nuvolone, studierte nach dessen Lehre an der Accademia Ambrosiana in Milano unter Giovanni Battista Crespi, dort mag er auch Bekanntschaft mit Daniele Crespi und Giulio Cesare Procaccini gemacht haben. Diesen Halbfigurentypus finden wir im Werk Nuvolones wiederholt. Etwa in seinem Gemälde „Tod der Dido“ oder „Santa Agata“ bei letzterem Bild ganz augenscheinlich durch die freigelegte Brust. Die Beliebtheit dieser Frauendarstellung und der Erfolg mag möglicherweise zu solchen Themenwiederholungen geführt haben. Dabei lässt sich auch denken, dass es sich hier um die Darstellung der Cleopatra in Erwartung des Antonius handeln könnte, dies vor allem wegen der auffälligen Betonung der großen Perle am Ohr und des Perlenschmuckes im Haar sowie der Perlenkette. Das Gemälde zeigt eine meisterliche Maltechnik; die Farbkomposition betont die Farbtrias „Blau-Weiß-Rot“, wobei der damals teuren Blaufarbe ein großer Anteil zukommt, was auf einen hochrangigen Auftrag schließen lässt. A. R. (1230911) (3) (11) CARLO FRANCESCO NUVOLONE, 1 MILAN 11 SAINT MARY MAGDALENE (AGATHA?) Oil on canvas. Relined. 81.5 x 65.5 cm. Professor Filippo Maria Ferro has attributed the painting to the above mentioned artist. The painting shows masterly painting technique. The colour composition emphasizes the blue-white-red triad. As blue was formerly an expensive pigment and is used to a greater part, it can be assumed that this painting was a high-ranking commission. € 18.000 - € 25.000 INFO | BID LUCA GIORDANO, 1 NALES 15 IID., ATTRIUTED DAVID WITH THE HEAD OF GOLIATH Oil on canvas. Relined. 118 x 102 cm. In profiled gilt frame. A copy of a document by Roberta Lapucci is enclosed. Notes: A similar version held in a private collection in Galatina, Lecce shows David in three-quarter length standing in contrapposto and also dated to 1704. Literature: Compare: B. de Dominici, Vita del Cavalier Luca Giordano Pittore Napoletano, Naples 1729. Compare: B. de Dominici, Vite dei PIttori Scultori ed Architetti Napoletani, Naples 1742 - 1745. Compare: F. Bologna, Francesco Solimena, Naples 1958. Compare: P. Tomory, R. Gaston, European paintings before 1800 in Australian and New Zealand Public Collections, Sidney 1992. Compare: O. Ferrari, G. Scavizzi, Luca Giordano, L’opera completa, Naples 1992. € 50.000 - € 70.000 INFO | BID 48 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.

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