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884 THOMAS WYCK, 1616

884 THOMAS WYCK, 1616 BEVERWIJCK – 1677 HAARLEM BELEBTE HAFENSZENE MIT EINEM REITER UND EINEM ORIENTALEN Öl auf Leinwand. 64 x 76 cm. Monogramm „T-W(?)“ rechts auf einem Warenballen. Das imponierend großformatige Gemälde zählt im Aufbauschema zu einer Reihe weiterer Bilder des Malers, mit ähnlichen belebten Stranddarstellungen. Gemälde mit ähnlichem Bildaufbau („Hafenszene“ und „Seehafen“) befinden sich in der Alten Pinakothek München, wie ebenso in den Sammlungen des Städel- Museums Frankfurt. In vorliegendem Bild hat Wyck den Blick über den Sandstrand des Hafens bis zum Meereshorizont geführt. Der Vordergrund wird links verschattet durch ein hohes ruinöses Gemäuer, davor ein rot gekleideter Reiter auf einem Grauschimmel, im Gespräch mit einem orientalischen Händler mit großem Turban, umgeben von Begleitfiguren. Die gesamte Stimmung ist südländisch geprägt, wie in den meisten seiner Werke. Er dürfte um 1640 in Italien gewesen sein, 1642 wurde er Mitglied der Haarlemer Gilde. 1660 wurde er deren Dekan. Sein frühestes Gemälde trägt die Datierung 1644. Sein Œuvre zeigt zwei unterschiedliche Themenbereiche: einmal die Ruinen, Straßen- und Hafen szenen, zum Teil aus Neapel und Rom, zum Anderen holländische Interieurs mit Genreszenen, Gelehrten oder Alchimisten. Von seinen Schülern ist Jan van Huchtenburg überliefert, der sich auf die Schlachtenmalerei verlegt hat. A.R. (13312713) (1) (11) € 3.500 - € 5.000 Sistrix INFO | BID 885 NIEDERLÄNDISCHE SCHULE DES 19. JAHRHUNDERTS, IN DER ART DES 17. JAHRHUNDERTS GANZKÖRPERPORTRAIT EINES ELEGANTEN HERREN Öl auf Leinwand. Doubliert. 66,5 x 49,5 cm. Vor beige-braunem Hintergrund ein leicht nach rechts stehender eleganter Mann in schwarzer Kleidung mit grauem Umhang, Strümpfen und schwarzen Schuhen. Zudem hat er einen großen weißen Kragen und einen hohen schwarzen Hut auf seinen ergrauten Haaren. Er hat ein leicht gebräuntes Gesicht, einen dünnen Oberlippenbart und mit seinen glänzenden dunkelbraunen Augen blickt er aufmerksam und würdevoll aus dem Bild heraus. Zudem hält er in seiner Hand einen braunen Lederhandschuh. Malerei in der Art repräsentativer Portraitdarstellungen des 17. Jahrhunderts. Leinwand oben rechts leicht gewölbt. (1331279) (1) (18) € 1.000 - € 1.500 Sistrix INFO | BID 886 JAN EVERT MOREL D. Ä., 1777 – 1808 Der in Amsterdam geborene Künstler erhielt bei dem Maler Jacobus Linthorst (1745/55-1815) seine künstlerische Ausbildung in der Malerei von Frucht- und Blütenstillleben. Bei Zeitgenossen fanden diese Werke große Aufmerksamkeit. HIRTIN MIT SCHAFEN AN EINEM FLUSSUFER Öl auf Holz. 20,5 x 16,5 cm. Rechts unten signiert „JE Morel ft“. In dekorativem Rahmen. An einem von der Sonne beschienenen kleinen Flussufer die junge Frau mit ihren Schafen, in Begleitung eines Hundes. Nach rechts führt ein Weg zu einem kleinen Haus mit einer weiteren Figur, während nach links der Blick in eine weite bergige Landschaft mit einer Kirche unter hohem, sommerlich hellblauem Himmel mit weißen Wolkenformationen führt. (1290666) (1) (18) € 1.200 - € 1.500 Sistrix INFO | BID 54 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.

887 JEAN-FRANÇOIS DE LA MOTTE, 1635 – 1685 , KREIS DES/ ART DES Trompe-L‘œil mit Gemälden an Holzwand. 78 x 57 cm. In dekorativem alten Rahmen. Auf einer gemalten hellbraunen Holzwand mit Astaugen ist mittig ein kleines Brett befestigt, auf dem diverse kleine Gegenstände stehen, darunter in einem Gefäß ein Federkiel, eine Glasflasche, ein Klappmesser und zwei Dosen. Darüber hängt an einem Nagel ein Ölgmälde mit der Darstellung des Hl. Hieronymus in leuchtend rotem Gewand und schließlich eine Grafik, betitelt mit „Le Printemps“ und Namensnennung „Perelle“. Unterhalb des Brettes ist eine weitere Druckgrafik und ein Gemälde mit dem Portrait eines Mannes, dessen Gesicht sich in einem kleinen, am Brett herabhängenden Spiegel wiederfindet. Gekonnte Trompe-l‘œil Wiedergabe in überwiegend zurückhaltender Farbgebung, die beiden gerahmten Ölgemälde besonders herausgestellt, während die Abbildungen auf den beiden Grafikblättern schwer erkennbar sind. Retuschen. Anmerkung: Gabriel Perelle, auch Pérelle (1604-1677) und seine Söhne führten in Paris eine produktive Kupferstichwerkstatt. (1331253) (18) € 6.000 - € 8.000 Sistrix INFO | BID 888 MEISTER DER FLÄMISCHEN SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS, IN DER RUBENS-NACHFOLGE DIANA UND NYMPHEN BEIM SCHLAF VON SATYRN BELAUSCHT Öl auf Holz. Parkettiert. 43 x 61 cm. 889 NIEDERLÄNDISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS Das Bildthema ist in der Geschichte der Malerei vielfach aufgegriffen worden. Entwickelt aus den antiken Legenden, bot es insbesondere im 17. Jahrhundert Gelegenheit für erotische Darstellungen. In der flämischen Malerei waren es Brueghel oder Rubens, die sich dem Thema gewidmet hatten. Der Einfluss des P. P. Rubens ist auch in vorliegendem Gemälde zu sehen, vor allem in der Gestaltung der Frauenfiguren. Gezeigt sind Diana - hier durch ein rotes Tuch hervorgehoben - zwischen drei weiteren schlafenden Gespielinnen, die Jagdwaffen am Baum abgelegt, die Hunde wartend im Vordergrund. Aus Gebüsch und hinter dem Baumstamm lauern Faune den unbekleideten Frauen auf. A.R. (1331271) (1) (11) € 1.500 - € 2.500 Sistrix INFO | BID KÜSTE IN STURMFLUT Öl auf Holz. Parkettiert. 40 x 64 cm. In ebonisiertem Holzrahmen. Eine Landzunge dient als fester jedoch durch die umhertosenden Wassermassen bedrohter Grund für ein kleines Haus mit Reetdach. Dieses steht an vorderster Front, direkt vor ihm tanzen die Fischerboote auf den Wellen, während hinter ihm eine Stadt am Horizont auszumachen ist, über die sich ein Kirchturm erhebt. (1331275) (1) (13) € 1.000 - € 1.500 Sistrix INFO | BID Translate all texts into your preferred language on our homepage via Google: www.hampel-auctions.com 55

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